Michael Kratzer auf Maxxis mit Biss

Michael Kratzer (16) gewann beim Motocross in Paldau beide Juniorenläufe. Bei den "Großen" trumpften Markus Mauser bzw. Michael Staufer auf.

Ein Supertalent hat vor rund 3500 Fans seine Visitenkarte abgegeben! Michael Kratzer gewann in Paldau beide Läufe zur österreichischen Juniorenmeisterschaft. Was daran so außergewöhnlich ist: Der Oststeirer feierte nicht nur sein Debüt in dieser Altersklasse, der Honda-Fahrer ist mit 16 Jahren auch noch drei Jahre jünger als der Großteil seiner Konkurrenten.

"Alles lief einfach perfekt", strahlte Kratzer. Als sein Vorbild nennt der Mechanikerlehrling Sigi Bauer. Jenen Sigi Bauer, der vor acht Jahren als letzte Steirer den Motocross-Staatsmeistertitel bei den "Großen" in die Steiermark holen konnte. Keine Frage, Michael Kratzer hat das Zeug, ein Großer seines Sports zu werden.
"Das Ziel heuer ist es, den Juniorentitel einzufahren", so der junge Mann aus Baierndorf bei Anger (dort, wo Marathon-Ass Eva-Maria Gradwohl zu Hause ist) nach seinem Paldau-Doppel optimistisch. Der Nachteil für Kratzer, wenn es bereits im ersten Anlauf klappen sollte: "Wer die Juniorenklasse gewinnt, muss in die Allgemeine Klasse aufsteigen", weiß Kratzer. Mit 17 bereits bei den "Großen" an den Start zu gehen - das wäre ein ganz hartes Brot.
Stichwort die "Großen": Im ersten Lauf der MX-Open-Klasse dominierte Markus Mauser. Der Niederösterreicher feierte nach zweijähriger Verletzungspause ein perfektes Comeback. Wobei Paldau sein "Wohnzimmer" ist. Für den KTM-Piloten war es der bereits neunte Laufsieg in der Oststeiermark.

Eine Schrecksekunde erlebte der zweitplatzierte Philipp Ringhofer. Der Burgenländer überrollte einen am Boden liegenden Fahrer, diesem wurde dabei der Sturzhelm vom Kopf gerissen. Zum Glück ist nichts passiert. Platz drei im ersten Lauf ging an den Steirer Marco Schögler, der im zweiten Durchgang mit dem undankbaren vierten Platz vorliebnehmen musste. Der Sieg im zweiten Lauf ging an Michael Staufer (NÖ) vor Mauser.

Die Veranstalter zeigten sich nach der äußerst spannenden Konkurrenz für die Zukunft optimistisch: "Paldau darf nicht sterben", so Sektionsleiter Walter Loder.

Bild & Text "KleineZeitung.at"

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